Über uns

Die Forschungsgemeinschaft Rekonstruktive Fremdsprachenforschung hat sich der Förderung rekonstruktiv-praxeologischer Forschung in den Fremdsprachendidaktiken verschrieben.

Die Initiatoren

Prof. Dr. Andreas Bonnet ist Professor für die Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der Universität Hamburg. Er promovierte zum bilingualen Chemieunterricht mit Kompetenzerwerb durch Interaktion und beschäftigt sich seitdem mit rekonstruktiven Verfahren wie der Dokumentarischen Methode. Neben Content and Language Integrated Learning (CLIL) beschäftigen ihn aktuell besonders kooperatives Lernen im Englischunterricht sowie Fragen und Aspekte der Professionsforschung.

Prof. Dr. David Gerlach ist Professor für die Didaktik des Englischen an der Bergischen Universität Wuppertal. Er forscht sowohl im quantitativen Paradigma (Interventionsforschung mit pre-/post-designs) als auch qualitativ z.B. mit inhaltsanalytischen Verfahren, seit 2013 verstärkt rekonstruktiv mit der Dokumentarischen Methode. Im Rahmen seiner Habilitationsschrift hat er Orientierungen und Praktiken von Lehrerbildner/innen im fremdsprachendidaktischen Vorbereitungsdienst rekonstruiert. Er arbeitet aktuell primär im Feld der englischdidaktischen Professionsforschung.

Prof. Dr. Birgit Schädlich ist Professorin für die Didaktik der Romanischen Sprachen und Literaturen an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie interessiert sich neben literatur- und kulturdidaktischen Fragestellungen für mediatorische Praktiken und den Umgang mit mehrsprachigen Ressourcen im Unterricht der romanischen Sprachen des Sekundarbereichs, die sie ethnographisch erforscht. Zudem hat sie sich in den vergangenen Jahren reflexiven Kompetenzen angehender Fremdsprachenlehrpersonen in Fachpraktika gewidmet. Sie arbeitet mit Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse sowie der Grounded Theory-Methodologie.

Prof. Dr. Bernd Tesch (im Ruhestand) lehrte Romanistische Fachdidaktik an der Universität Tübingen. Er besitzt Expertise im quantitativen Forschungsparadigma (Testentwicklung), schwerpunktmäßig jedoch im qualitativ-rekonstruktiven Bereich. Seine Promotion 2010 fußt bereits auf der Dokumentarischen Methode (Kompetenzorientierte Lernaufgaben im Fremdsprachenunterricht). In Folgeveröffentlichungen versucht er, die Herstellung von verbalem und nonverbalem sowie textuell-(inter-)kulturellem Wissen im Fremdsprachenunterricht zu rekonstruieren. Daneben befasst er sich mit Aspekten fremdsprachendidaktischer Kompetenz- und Aufgabenforschung.

Veranstaltungen und Nachwuchsförderung

Neben der Vernetzung von Fremdsprachendidaktiker/innen, die praxeologisch forschen, hat sich die Forschungsgemeinschaft besonders der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verpflichtet. Veranstaltungen, die explizit datengeleitet angelegt sind und den Projekten möglichst viel Raum zum Interpretieren und Diskutieren geben sollen, finden regelmäßig statt. Auch Workshops z.B. zur Dokumentarischen Methode sollen in Kürze angeboten werden.

Zeitschrift für Rekonstruktive Fremdsprachenforschung

Mit der Zeitschrift für Rekonstruktive Fremdsprachenforschung soll die Sichtbarkeit und Wirkung praxeologischer Forschung in den Fremdsprachendidaktiken weiter gefördert werden. Daher erscheinen die Beiträge der Zeitschrift in Form von open access auf dieser Website nach ausführlichen Revisionsprozessen.